GESCHICHTE


WIE ALLES BEGANN...

Es war im Herbst 1976, anlässlich eines Festes, als einige ehemalige Jungmannschäftler beschlossen, eine Guggenmusik zu gründen, um die Fasnacht in Dietikon wieder etwas aufblühen zu lassen. Etwa 10 Personen waren bei dieser Initial-Idee dabei, was natürlich noch nicht ausreichend war, um als Guggenmusik aufzutreten. Vor allem fehlten noch einige Bläser. So ging die grosse Suchaktion nach potentiellen Mitgliedern los, wobei wir relativ schnell fündig wurden. Bald einmal fanden sich 16 Personen zusammen. Jetzt ging es so richtig los mit der Planung der Fasnacht, die schon recht bald vor der Tür stand. Wie soll denn diese Guggenmusik heissen? Was spielen wir? Was ziehen wir an? Fragen über Fragen? Das Wichtigste war sicher einmal der Name - und da wurde man sich schnell einig: Wir wollten "fägige" Musik machen und wohnen alle in "Dietikon an der Reppisch". Also nannten wir uns "REPPISCHFÄGER".

Filmaufnahmen aus dem Jahr 1990

Fasnachtsveranstaltung "Monster", Muri AG

(Reppischfäger ab 40:48 min)


Ein paar wenige Proben fanden statt, damit man wirklich auch "fägig" tönte. Da nicht mehr viel Zeit blieb, um Kostüme zu nähen musste an der ersten Fasnacht halt noch etwas improvisiert werden. Die erste Fasnacht im Jahre 1977 war lanciert: Wir hüllten uns in Lumpen und irrten planlos von Beiz zu Beiz um die Fasnächtler mit unseren schön-schrägen Tönen zu erfreuen. Und wie dies gelang! Unsere spontane Guggen-Idee fand überall grossen Anklang und auch die Mitglieder hatten selber einen Riesen-Spass.

Im darauffolgenden Jahr wurde alles schon etwas besser geplant. Um unsere Unkosten zu decken, fertigten wir Plaketten an, welche wir an das Fasnachtsvolk verkauften. Daraus entwickelte sich in der Folge eine ideale Arbeitsaufteilung. Die Frauen nähten die Kostüme und die Männer waren für das basteln der Plaketten zuständig.

 

HIGHLIGHTS AUS DER VEREINSGESCHICHTE

Mit den Erlebnissen aus den vergangenen rund vier Jahrzehnten liessen sich problemlos ganze Bücher füllen. Wir möchten uns an dieser Stelle allerdings mit einer Zusammenfassung und der Erwähnung einzelner "Trouvaillen" begnügen. Sie stehen stellvertretend für die vielen grossen und kleinen Highlights, welche die Reppischfäger seit 1976 prägten.

Wenn in Dietikon gross gefeiert wird, sind die Reppischfäger immer mit von der Partie. An den Stadtfesten 1989 und 1991, dem Nordostschweizerischen Jodlerfest 1995 und vielen weiteren Festen haben wir jeweils eine eigene Festbeiz betrieben, für welche immer im grossen Stil gebaut und dekoriert wurde. So durften wir zum Beispiel schon im Schiff "Berta", der "Alphütte" oder dem "Älpler-Gade" jeweils eine grosse Anzahl von Besuchern begrüssen und bewirten.

Schon immer wurden runde Geburtstage ganz speziell zelebriert. Während man das 20-jährige Jubiläum mit einer grossen Festzelt-Party auf dem Zentralschulhaus-Pausenplatz beging, füllten wir fünf Jahre später die Stadthalle Dietikon um das erste Vierteljahrhundert zu feiern. Getoppt wurde das Ganze wiederum fünf Jahre später, als wir für unseren 30. Geburtstag ein vielumjubeltes Konzert in der Dietiker St. Agatha-Kirche aufführten - begleitet von der Kirchenorgel und vor vollem Kirchenschiff. Unvergesslich...

Noch ganz frisch sind die Erinnerungen an unser 40 Jahre-Jubiläum. Mit zwei speziellen Gala-Konzerten im Kinosaal, einer riesigen Jubiläumsparty im Zentralschulhaus und einer ausgedehnten Vereinsreise, liessen wir vier Jahrzehnte Vereinsgeschichte hochleben.

In dieser Auflistung dürfen natürlich auch die diversen Reisen zu unseren Freunden des "Kolping Karneval Clubs Hollage" nicht fehlen. Seit mittlerweile rund 30 Jahren besteht ein enger und freundschaftlicher Kontakt in den hohen Norden. Alle drei Jahre dürfen wir den Karneval im Raum Münster/Osnabrück "aufmischen und uns dem deutschen Publikum präsentieren. Daneben bleibt immer genügend Zeit, Freundschaften zu pflegen und an "Specialevents" die Bräuche und Sitten des Gastgeberlandes besser kennenzulernen.

Selbstverständlich bleiben auch verschiedene Auftritte an den unterschiedlichsten und ungewöhnlichsten Orten in bester Erinnerung. Das Bezirksgefängnis Affoltern am Albis, das Nobelhotel "Dolder" in Zürich, die 25'000 Besucher fassende Osnatel-Arena in Osnabrück, das Kinderschwimmbecken im Hallenbad Fondli, eine Alphütte im österreichischen Zillertal und viele, viele weitere "Locations" waren in der Vergangenheit unsere Bühnen. Jeder "Gig", ob vor zwei Personen in einer Beiz oder vor 100'000 Zuschauern am Rosenmontagszug in Münster hinterliess auf seine eigene Art Spuren.