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EIN LETZTES MAL "BOCK UF ROCK"

Nach zweieinhalb Tagen Erholung, welche uns der fasnächtliche Kalender in dieser Woche gegönnt hat, geht es nun in Richtung Ziellinie. Die Reppischfäger werden noch einmal aufs Gaspedal drücken um auch bei den verschiedenen Anlässen dieses Weekends eine "gute Falle zu machen". Der Freitagabend bietet Neues und Altbewährtes. Neu ist für uns der Auftritt im Floor Club in Kloten. Beim Guggen-Festival, resp. der Mallorca-Party werden wir als eine von 10 Guggen mächtig für Stimmung sorgen. Man darf gespannt sein, wie sich traditionelle Club-Atmosphäre mit lautem Guggensound vertragen. Um 22:30 Uhr sind wir am Start.

Hingegen durchaus bekannt ist, was uns an der zweiten Station des Abends erwartet. Auf den "Gugge-Ball" in Spreitenbach freuen wir uns immer sehr. Viele bekannte Gesichter im Publikum und der kurze Heimweg führen dazu, dass das Gastspiel bei den "Bräusi-Vögel" jeweils eines der beliebtesten der ganzen Saison ist. Eine halbe Stunde nach Mitternacht werden wir die Bühne in der Boostock-Turnhalle stürmen.

 

Der Samstag steht im Zeichen des Urdorfer Fasnachtsumzuges. Ein absolutes Muss für eine Limmattaler Gugge. Insgesamt 64 Nummern werden auf der, gegenüber den Vorjahren leicht verkürzten, Umzugsroute zu sehen sein. Höhepunkt dürfte ohne Frage die Startnummer 48 werden. Die Reppischfäger :-) Der Start dieses Spektakels ist für 14:31 Uhr geplant. Im Anschluss werden wir noch kurz in der Zentrumshalle vorbeischauen und allenfalls auch noch vor dem Migros ein kurzes Konzert geben. Dann wartet auch schon wieder der Car...

Die aller letzte Gelegenheit, die Reppischfäger anlässlich der Fasnacht 2018 noch einmal live zu erleben, bietet sich an der "Fäger-Party" im luzernischen Luthern. Bereits im vergangenen Jahr haben wir dort bewiesen, dass auch eine Guggenmusik aus dem Kanton Zürich durchaus in der Lage ist, auf einer Bühne im Kanton Luzern zu bestehen. Wir freuen uns auf die gemütliche Kafi-Stube und hoffen nochmals auf einen gelungenen Abend.

Am Samstag hat es im Car noch einige Plätze frei (ab Urdorf). Begleitet uns nach Luthern! Da gibt es was zu trinken und auch noch was zu futtern :-)

Anmeldungen für die Carfahrt nimmt unser Tourenchef Urs gerne entgegen (touren@reppischfaeger.ch).

 


WIR SIND ZURÜCK UND ES GIBT VIELES ZU BERICHTEN...

Sechs Tage hintereinander Fasnacht. Diese Ausgangslage galt es zu bewältigen, als wir am Schmutzigen Donnerstag um 16 Uhr mit einem Konzert im Alterszentrum Ruggacher unser guggenmusikalisches Mammutprogramm starteten. Bis zum Fasnachtsdienstag sollten zahlreiche weitere Auftritte, Umzüge und Partys auf dem Programm stehen, welche von jedem einzelnen Reppischfäger viel Energie und Durchhaltevermögen forderten. Nun sind wir wieder Daheim, erholen uns kurz und schulden Euch den Reisebericht der vergangenen Tage.

 

Wir haben versucht, die wichtigsten Ereignisse herauszufiltern und in chronologischer Reihenfolge aufzuzählen.

 

Beginnen wir also mit dem...

 

... Schmutzigen Donnerstag

Nach dem bereits erwähnten Einwärmen bei den Ruggacher-SeniorInnen, durften wir unser Können erstmals im Schulhaus Steinmürli präsentieren. Dank guter Werbung und trockener Witterung fanden sich überraschend viele Zuhörer auf dem Pausenplatz ein um uns spielen zu hören. Die bestens geeignete Treppe vor dem Trakt B wurde einfach zur Guggenbühne umfunktioniert. Dem Publikum gefiel es und auch wir hatten den Plausch. Experiment geglückt.

Unmittelbar nach den letzten Tönen, verabschiedeten wir uns zur Guggenparty nach Hägglingen, wo nebst einem kurzen Outdoor-Konzert auch noch der "Guggen-Battle" und die Plauscholympiade zu absolvieren waren. Im direkten Guggenduell durften wir uns mit den befreundeten "Noote-Heuer" konkurrenzieren. Ein klarer Sieger konnte nicht eruiert werden und so einigte man sich nach 50-minütigem Kampf auf ein Unentschieden. Leider mussten wir die Party vor der Rangverkündigung verlassen und so wird es wohl ein ewiges Geheimnis bleiben, wie wir uns bei der Olympiade "gemetzget" haben. Alleine das eingereichte Guggenselfie hatte allerdings Siegerpotential...

Der letzte Auftritt des Abends war das Heimspiel an der Dietiker "J-Fägete". Für einmal hatte es um 1 Uhr morgens leider nicht mehr ganz so viele Leute in der Zentralschulhaus-Turnhalle. Allerdings tat dies unserer Motivation keinen Abbruch. Wir konnten uns von unserer besten Seite präsentieren und durften für unseren Auftritt abschliessend zahlreiche Komplimente entgegennehmen. Für die meisten Grund genug, den ereignisreichen Tag in der "Schmidstube" ausklingen zu lassen. Umso mehr, da sich der Umweg übers Bett nicht lohnte, da wir um kurz vor sechs Uhr morgens bereits wieder am Kanal sein mussten. Eine Dusche musste für einmal reichen.

 

Freitag

Am besagten Freitagmorgen stand bereits der Bus bereit, mit welchem uns unsere deutschen Freunde des Kolping Karneval Club (KKC) Hollage in Dietikon abholen kamen. Die beiden Reiseleiter Stefan und "Kühli" waren zusammen mit den beiden Fahrern bereits am Vorabend angereist, um uns sicher nach Hollage zu chauffieren. Nachdem es gelang, auch die letzten Fäger noch rechtzeitig zu wecken, konnte die Reise endlich starten. Die rund 800 Kilometer lange Fahrt verlief ereignislos. Ein Dank gilt an dieser Stelle noch unseren "Hamburgern", welche sich während der Reise um das leibliche Wohl der ganzen Reisegruppe kümmerten.

Am späten Nachmittag erreichten wir schliesslich unsere "zweite Heimat", die Hollager Mühle. Durch die Herbergseltern Anke und Andreas wurden wir herzlich in Empfang genommen. Sogleich bezogen wir die Zimmer und richteten die Schminkstation ein. Ein erstes leckeres Abendessen folgte. Danach stand bereits wieder Schminken auf dem Programm. Und um kurz nach 22 Uhr durften wir als Abschlussnummer das Kostümfest des KKC Hollage im altehrwürdigen Gasthaus Barlag "rocken". Wie immer vor begeistertem Publikum, welches uns Reppischfäger immer sehr wohl gesinnt ist. Als Gastgeschenk überreichten wir unseren Freunden eine grosse Flasche "Appenzeller" mit einer speziell gestalteten Ausschankvorrichtung. Im Gegenzug freuten wir uns sehr, dass wir alle aus den Händen von Karnevalsprinz Udo I. den Sessionsorden des KKC in Empfang nehmen durften. Mit einer nicht ganz genau überlieferten Anzahl von Bierchen und dem einen oder anderen (Pfefferminz-)Schnäpschen, wurde bei der After-Show-Party die langandauernde Freundschaft zwischen den beiden Vereinen aufgefrischt und vertieft. Bei dieser Gelegenheit infizierten sich unsere acht Hollage-Neulinge auch gleich mit dem ganz besonderen "Hollage-Virus". Ein Auftakt, wie er schöner nicht sein konnte. Danke Hollage! Danke KKC!

 

Samstag

Nach einem reichhaltigen Frühstück und dem Durchlaufen der morgendlichen Schminkprozedur bereiteten wir uns auf den grossen Karnevalsumzug in Osnabrück vor. Natürlich feierten wir auch gleich noch die beiden Geburtstagskinder Andrea und Laura, welche sich für ihr Wiegenfest keinen schöneren Ort aussuchen konnten. Die Regentropfen, welche bei der kurzen Anfahrt auf die Windschutzscheibe des Reisebusses tropften, liessen nichts Gutes erahnen. Allerdings schonte es während des rund zweistündigen Umzuges und wir durften zusammen mit unseren Freunden des KKC Hollage, vor grosser Zuschauermenge, einen wunderbaren "Ossensamstag" erleben.

Das Programm des frühen Abends führte uns nach Bad Laer, wo wir mit einem kurzen Auftritt auf dem zentralen Dorfplatz unsere musikalische Visitenkarte abgeben durften. Danach war erst einmal eine etwas längere Verschnaufpause angesagt. Im Kirchgemeindehaus konnten wir unsere Batterien für das anstrengende Abendprogramm etwas aufladen. Die beiden Suppen, welche uns aufgetischt wurden, schmeckten vorzüglich. Ein grosses Dankeschön an Sandra und Thomas!

Nächster musikalischer Programmpunkt war in der Folge der Abschluss des Familiengottesdienstes in der wunderschönen Kirche Bad Laer. Was auf dem Papier wie ein Auftritt unter vielen ausgesehen hatte, entwickelte sich für viele zum emotionalen Highlight der ganzen Deutschland-Tour. Hammer-Akustik und Gänsehaut-Feeling beim kurzen Gastspiel im Gotteshaus. Nach einigen Stücken vor der Kirche, verabschiedeten wir uns in Richtung Münster.

Dort trafen wir auch erstmals auf unsere Deutschland-Ikone Anja mit ihrer Familie. Mit einem fulminanten Auftritt bei den St-Anna-Narren und einem Besuch bei der Narrenzunft Aasee beendeten wir unseren Arbeitstag um kurz vor Mitternacht. Die folgende Anekdote liefert übrigens den Beweis dafür, warum sich die Reppischfäger in Hollage alle so pudelwohl fühlen. Als auf der stündigen Heimfahrt schon gerätselt wurde, wo man allenfalls noch einen Döner auftreiben könnte, erreichte uns das Telefon, dass der KKC in der Hollager Mühle noch extra den Grill für uns angeschmissen hatte. Dies wohlgemerkt um halb zwei Uhr morgens... Ihr seid die BESTEN!!!

 

Sonntag

Ein paar wenige Stunden Schlaf mussten ausreichen, um am frühen Sonntagmorgen pünktlich wieder auf der Bühne, resp. vor dem Altar zu stehen. Altar? Genau. Auch in Hollage durften wir den Sonntagmorgen-Gottesdienst mit einer musikalischen Einlage abrunden und gleichzeitig zum Frühschoppen in den nahegelegenen Gasthof "Barlag" überleiten. Dort wartete bereits das "Musikkorps Herold Pye" und unterhielt das äusserst zahlreich erschienene Publikum mit eingängiger Blasmusik. Auch die Reppischfäger lieferten in der Folge ihren Beitrag zur guten Stimmung und ernteten dafür immer wieder herzlichen Applaus. Da zu diesem Zeitpunkt auch bereits einige Bierchen mit im Spiel waren, wurde die Stimmung im Saal immer lockerer. Höchste Zeit also, auch mal feste Nahrung zu sich zu nehmen. Das Mittagessen kam gerade noch rechtzeitig und mundete lecker.

Der Nachmittag stand im Zeichen des "Hüttensonntags" in Georgsmarienhütte. Zwar wurden wir während dem Aufstellen für den Umzug so richtig "verschiffet". Allerdings verzogen sich die Gewitterwolken schnell wieder und dem Umzug stand nichts mehr im Wege. Vor toller Publikumskulisse absolvierten wir die kräftezehrende Route inklusive einem kräfteraubenden Anstieg. Zum Abschluss durften wir auch noch im grossen Festzelt einen kurzen Ausschnitt aus unserem Programm darbieten. Den Leuten schien es zu gefallen. Und uns sowieso...

Für einmal war schon früh Feierabend angesagt. Der Sonntagabend ist traditionell für den "Reppischfägerabend" reserviert. Keine Auftritte, nur Party. Und es war eine geile Party, welche wir in der Gaststätte "Mühleneck" feiern durften. Das grosse Essensbuffet, legte den Grundstein für einen gelungenen Abend. Dank der Kneipenolympiade, durchgeführt durch die Freunde vom KKC, kam die Fete vollends in Schwung. Das alte Saufspiel "vom Bösi, der nach links oder rechts geht" fand ebenfalls sein Revival. Und als man herausgefunden hatte, dass der DJ-Laptop mit dem Internet verbunden war und somit auch Zugriff auf "Schweizer Musik" hatte, eskalierte die Sache definitiv. Hervorzuheben ist hier zum Beispiel eine Polonaise zum "Zürcher Sechseläutenmarsch". Als sich immer mehr Fäger in Richtung Bett verabschiedeten, verlagerte  der harte Kern seinen Festplatz in die Mühle. Dank den Schwyzerörgeli-Darbietungen von Beefy zog sich das Feiern noch eine ganze Weile hin. Irgendwann frühmorgens, strichen aber auch die letzten Fäger die Segel.  

 

Montag

Frühe Tagwache am Montagmorgen. Bereits um 7 Uhr schrillte der Wecker. Grund dafür? Der Kindergarten und die Schule in Hollage feierten Rosenmontag. Und da durften die Reppischfäger natürlich nicht fehlen. Als unser Bus beim Kindergarten ankam, warteten bereits diverse Schulklassen auf unsere Ankunft. Die "Kindergärtler" beobachteten das Geschehen aus sicherer Entfernung - aus den Fenstern der umliegenden Gebäuden. Im Schneetreiben trällerten wir ein paar unserer Liedchen. Und dies kam bei den ABC-Schützen gar nicht so schlecht an. Selbstverständlich hatten wir die Kinder vorher aber auch mit einigen unseren Fanartikel bestochen... Mit einem kurzen Umzug, dislozierten wir zum Schulhaus, wo noch einmal ein wenig Reppischfäger-Power gefragt war.

Nun wartete DIE Herausforderung der ganzen Tour. Der Rosenmontagsumzug in Münster. Gut vorbereitet stellten wir uns furchtlos dem bevorstehenden Ereignis. Natürlich half auch, dass wir von unserer Anja nochmals so richtig mit warmen Getränken und frischen Berlinern versorgt wurden. Mit der Startnummer 10 (von 111) begannen wir den rund dreistündigen Guggen-Marathon. Auch für die erfahrenen Fäger, welche den Umzug bereits mehrere Male absolviert haben, bleibt dieses Anlass immer wieder etwas ganz Besonderes. Nach rund sechs Kilometern ist man dann aber jeweils auch sehr froh, wenn man die Strapazen überstanden hat. Insbesondere unseren Schlagzeugern verlangen die langen Pflasterstein-Abschnitte jeweils alles ab. Paris-Roubaix lässt grüssen. Gestärkt mit einem Döner oder einer Currywurst brachten wir schliesslich auch noch den letzten Münster-Auftritt erfolgreich hinter uns. Vor einer Kölsch-Kneippe durften wir nochmals die Leute unterhalten. Danach ging es zurück nach Hollage, wo der KKC bereits seine "Prinzenbeerdigung" gestartet hatte.

Nach ausgiebigem Apéro und allerlei Köstlichem vom Grill, halfen wir dabei, den Karnevalsprinzen Udo I. (symbolisch) zu Grabe zu tragen. Mit einem letzten Ständchen sorgten wir nochmals für ordentlich Stimmung. Die Feier dauerte dann noch ein wenig an und kurz vor Sonnenaufgang waren schlussendlich alle Reppischfäger im Bett.

 

Dienstag

Wer nun denkt, dass am Abreisetag nur noch aufräumen und packen angesagt ist, der irrt gewaltig. Es wartet nämlich traditionell noch der Empfang beim Bürgermeister im Rathaus von Wallenhorst. Die verschiedenen Karnevalsgesellschaften der vier Wallenhorster Ortsteile (u. a. Hollage) übergeben in einer ausführlichen Zeremonie, die Regentschaft über die Gemeinde wieder in die Hände des Bürgermeisters. Als Teil dieses Programmes durften auch wir noch ein aller letztes Mal in Erscheinung treten und uns mit einem musikalischen Gruss von unseren karnevalistischen Freunden verabschieden. Als Dank wurde uns vom Bürgermeister gleich noch ein Orden überreicht, welchen wir in absoluten Ehren halten werden.

Nun galt es definitiv Abschied zu nehmen. Von der Mühle, von Hollage und von unseren Freunden des Kolping Karneval Club.

 

Die Reppischfäger bedanken sich nochmals ganz herzlich für die riesige Gastfreundschaft, welche wir erleben durften. Die Neulinge haben bestätigt, dass die "Alten" nicht zu viel versprochen hatten. Hollage ist und bleibt immer eine Reise wert.

 

Ein ganz besonderer Dank gilt unseren zwei Hollager Reiseleitern. Stephan Reichelt und Carsten Kühl. Ihr habt Euren nicht immer einfachen Job ausserordentlich gut gemacht. Wir sind Euch zu riesigem Dank verpflichtet und freuen uns, Euch bald in der Schweiz wieder zu sehen.

 

Als Abschluss der Berichterstattung möchten wir gerne aus dem Liedtext zitieren, welcher Jochen Steinmeister vom KKC, extra zu unserer Hymne "Highland Cathedral" geschrieben hat:

 

Das ist die Freundschaft die noch lange hält,

das ist die Freundschaft die uns so gefällt.

Alle drei Jahre können wir uns seh'n,

Ja, diese Freundschaft wird nie mehr vergeh'n

 

Dem bleibt nichts hinzuzufügen!

Ausser: Dank unseren beiden Fotografinnen Sandra und Carmen gibt es vom SchmuDo und der Deutschland-Tour auch bereits Aufnahmen in der Foto-Galerie. Schaut es Euch an!


DEMNÄCHST

16. Februar 2018

u.a. "Gugge-Ball" in Spreitenbach AG

17. Februar 2018

u.a. Fasnachtsumzug in   Urdorf

31. August - 2. September 2018

Stadtfest Dietikon